der Museumsbau vor der Ausweitung des Jahres 2009
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Geschichte

Mitte des 19. Jahrhunderts sammelte die Koninklijk Geschied- en Oudheidkundig Genootschap van Tongeren (Königliche Geschichts und Altertumsgesellschaft Tongeren) archäologische Funde. Der Verein ließ mit Unterstützung der Provinzverwaltung auch Ausgrabungen durchführen. Ab 1854 konnten Besucher die Objekte an verschiedenen Orten in der Stadt besichtigen. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts erwarb der Verein regelmäßig neue Sammlungen, die oft von Privatpersonen stammten, die selber Ausgrabungen vorgenommen hatten. 1937 zog die Sammlung in das im Beginenhof von Hasselt neu errichtete Provinciaal Museum um.

1954 wurde die Basis zum jetzigen Museum gelegt. Die wichtigsten archäologischen Funde aus der Region wurden im Provinzialen Gallo-Römischen Museum in Tongeren ausgestellt. Die Sammlung wurde u.a. dank der Ausgrabungen des damaligen Nationalen Ausgrabungsamtes, des archäologischen Außendienstes des Museums selber und vieler Schenkungen ständig erweitert. Das Museum zeigte die Objekte auf herkömmliche Weise und organisierte ab und zu auch Wechselausstellungen. Die Zahl der Besucher stieg kontinuierlich auf 20.000 jährlich. In vielen Schulen nahm das Museum einen festen Platz im Lehrplan ein.

Anfang der 1990er Jahre beschlossen die ständigen Abgeordneten der Provinz, in ein neues Museumsgebäude und eine neue Art der Museumspräsentation zu investieren. 1994 wurde ein Museum „neuen Stils“ eröffnet. Die zeitgemäße Präsentation der Sammlung, die unterstützende pädagogische Arbeit und die niedrigschwellige Museumspolitik erhöhten die Anziehungskraft des Museums. Die Sammlung wurde systematisch erweitert. Man denke dabei nur an die Bronzebeile von Heppeneert, an den keltischen Goldschatz mit dem Halsreifen von Beringen und den „Münzschatz von Ambiorix“ sowie an die Goldmünzen von u.a. den Eburonen.

Das Museum wurde bereits sehr schnell Opfer seines eigenen Erfolgs. Fast 150.000 Menschen besuchten die Ausstellung „Neandertaler in Europa“ (2004-2005). Die Ausstellungssäle und die pädagogischen Räume konnten diese Flut von Besuchern nicht auf entsprechend hohem Qualitätsniveau bewältigen. Im Jahr 2000 gab die Ständige Deputation der Provinz Limburg deshalb grünes Licht für den Neubau, der 2006 in Angriff genommen wurde. Das Museum erhielt auf diese Weise die Möglichkeit, zu einem der bedeutendsten archäologischen Museen Europas zu werden.



Das Museum 1954


Das Museum 1994


Renovierung des Museums 2006